Der Autostrom dort am Bommerfelder Ring kommt von den Stadtwerken, daran lassen die großflächigen Graffiti keinen Zweifel. Die Initiative zur Installation der beiden Wallboxen lag allerdings in diesem Fall bei der Wohnungsgenossenschaft: „E-Mobilität wird immer wichtiger“, sagt Vorstandsvorsitzender Frank Nolte. „Auch wir machen uns seit einiger Zeit Gedanken darüber.“ Zudem gab es konkrete Anfragen von Mietern.

„Statt Einzellösungen für bestimmte Mieter fanden wir die Investition in öffentliche Ladeinfrastruktur sinnvoller“, so Nolte. Für die Umsetzung wandte sich das Unternehmen an die Stadtwerke: „Wir arbeiten schon lange gut zusammen, das macht vieles einfacher.“ Apropos einfach: Die Stadtwerke sollten die Ladestellen auch betreiben, mit Strom beliefern und mit den „tankenden“ Kunden abrechnen. „Das war uns wichtig“, betont Nolte, „eine Abrechnung über unsere eigene Buchführung wäre zu kompliziert gewesen.“ 

200 öffentliche Ladepunkte im Jahr 2025

Bei den Stadtwerken stieß die Wohnungsgenossenschaft auf offene Ohren, erzählt Projektmanager Salvatore Labbate. Denn dort arbeitet man intensiv an dem Stadtwerkedrive-Netz öffentlicher Strom-Tankstellen. Und auch die beiden neuen Wallboxen am Bommerfelder Ring stehen nicht nur den dortigen Mietern zur Verfügung, sondern allen E-Autofahrern. Die Stadtwerke Witten hat sich das Ziel gesetzt, bis Ende 2023 mindestens 100 öffentliche Ladepunkte aufzubauen. Bereits im Juni dieses Jahres haben die Stadtwerke ihr Ziel erreicht. Bis Ende 2025 sollen es sogar 200 öffentliche Ladepunkte werden. Kooperationen mit Kunden wie der Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie haben für beide Seiten Vorteile: Wenn Unternehmen ihre Ladepunkte öffentlich zugänglich machen, gibt es einen Mehrwert für ihre e-mobilen Kunden, einen Imagegewinn – und staatliche Fördermittel.

Die Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte hat jetzt drei ihrer Standorte für öffentliche Ladeinfrastruktur zur Verfügung gestellt, dazu eine nicht öffentliche Ladesäule auf dem Gelände ihrer Verwaltung. Im Laufe der nächsten Zeit, da ist Vorstandsvorsitzender Frank Nolte sicher, werden es noch einige mehr werden. Zumal die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken sich auch bei diesem Thema bewährt hat.

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Zwei Teams und ein starkes Projekt: Salvatore Labbate, Manuela Sommerrey und Defne Türkyilmaz von den Stadtwerken Witten sowie Gerhard Rother und Frank Nolte, Vorstände der Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte.

Wallboxen mit Graffiti-Kunstwerk

Da die beiden Ladepunkte öffentlich sind, war natürlich ein deutlicher Hinweis für die E-Autofahrer gefragt. Es sollte ein bisschen mehr als ein gewöhnliches Schild sein, erzählt Projektleiter Labbate: „Unsere Marketing-Abteilung hat vorgeschlagen, die Garagenwände zu gestalten.“ Die konkrete Idee hatte dann Werkstudentin Defne Türkyilmaz: Wie wäre es mit einer Art Graffiti, einem Kunstwerk für die schlichten Garagen, an denen die Wallboxen installiert sind?

Für die kreative Umsetzung beauftragten die Stadtwerke die spanische Künstlerin Inez Rodriguez: Rodriguez‘ buntes Wandgemälde für Bommern zeigt links, worum es geht: Neben den Logos der Wohnungsgenossenschaft und der Stadtwerke stehen ein weißes Auto und ein Mann mit Stromkabel und riesigem Stecker. Rechts wird klar, wer hier den Strom liefert: Über dem Bild des Stadtwerke-Ausflugsschiffs „Schwalbe“ steht ein selbstbewusstes „Wir bewegen Witten!“. Stimmt jetzt wieder ein Stückchen mehr.

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Alle Infos zur Elektromobilität in Witten gibt’s auf der Stadtwerkedrive-Website.

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Salvatore Labbate
Salvatore Labbate
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