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„Wir in Witten gehen respektvoll miteinander um. Jeder Mensch hat Vorstellungen und Werte, nach denen er handelt. Dies gilt auch für Unternehmen. Luca Gagon, Sachbearbeiterin Hauptbuchhaltung
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Höchste Qualität

Mit dem Bau der neuen Ultrafiltrations-Anlage stößt die Trinkwasser-Gewinnung in Witten in eine neue Dimension vor. Im Verbund-Wasserwerk Witten ist mit einer offiziellen Einweihung ein Großprojekt abgeschlossen worden. Rund fünf Mio. Euro kostet die Erweiterung insgesamt – und wird den Wittenern ein Maximum an Trinkwasser-Qualität liefern.

12.01.2018

Höchste Qualität

Die UlFi nach Fertigstellung

„Höchste Qualität ist in unser aller Interesse“, bekräftige Arnulf Rybicki, Aufsichtsratsvorsitzender des Verbund-Wasserwerk Witten (VWW), bei der feierlichen Eröffnung. „Mit der zusätzlichen Aufbereitungsstufe gewährleisten wir, dass das Wittener Wasser auch in der Zukunft eine Qualitätsmarke bleibt.“

Landrat Olaf Schade betonte, dass die höchste Qualitätsstufe für „die Quelle des Lebens nicht überall selbstverständlich“ sei. In unserer Region aber sehr wohl und dies sei „gerade auch ein Verdienst der beiden Energie- und Wasserversorger im Ennepe-Ruhr-Kreis, die auch bei diesem Projekt hervorragend zusammengearbeitet haben“. Denn das VWW ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Witten und der AVU.

Auch Bürgermeisterin Sonja Leidemann hob die „Bedeutung des wichtigsten Lebensmittels für die Lebensqualität in Witten“ hervor. Alle gemeinsam lobten, dass sowohl das kalkulierte Budget als auch der Zeitplan exakt eingehalten wurde.

Programm „Reine Ruhr“

Kontinuierlich wurde die Aufbereitungstechnik im Wasserwerk an der Bommeraner Ruhrbrücke optimiert. „Daher wurden bereits alle Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllt“, betonte Hansjörg Sander, Geschäftsführer des VWW. Gesetzliche oder hygienische Notwendigkeiten zu der Neuerung bestanden also nicht.

Doch seitens des Landesumweltministeriums wurde das Programm „Reine Ruhr“ aufgelegt. Es setzt voraus, dass die Ruhr ein menschlich genutztes Gewässer ist. Einer der Schwerpunkte des Programms fordert die Wasserversorger an der Ruhr dazu auf, wegen der besonderen Gefährdung eine erweiterte Aufbereitungstechnik zu betreiben.

Im VWW setzt man dazu auf eine Ultrafiltrationsmembran. „Die Membran kann man sich wie ein Bündel poröser `Strohhalme` vorstellen, die in einem Kunststoffrohr stecken, das rund 30 Zentimeter Durchmesser hat“, erklärte Hansjörg Sander.

Millionen Ultraporen

Das bereits in mehreren Stufen aufbereitete Wasser wird mit Druck in die Strohhalme gedrückt. Da diese am Ende geschlossen sind, sucht sich das Wasser einen anderen Weg und quetscht sich durch die ultrafeinen Poren. Diese Poren haben einen Durchmesser von etwa 20 Nanometer – in einem herkömmlichen Feinsandfilter sind es Millimeter. In den Ultraporen bleiben mehr als 99,99 Prozent der feinsten Partikel und Mikroorganismen hängen. „Nanometer sind ein Millionstel von einem Millimeter. Bakterien kommen nicht, Viren so gut wie nicht durch. Sollte eine Membranfaser einen Mikroriss haben, steht eine nachfolgende Desinfektion mit UV-Strahlung bereit“, versichert Sander.

Die geplante Membrananlage wird aus zahlreichen Modulen bestehen. So nennt man die Kunststoffrohre, in denen die Pakete poröser Strohhalme stecken. Insgesamt werden 208 Module benötigt, um die für Witten benötigte Wassermenge zu reinigen. Dies sind bis zu 20.000 Kubikmeter pro Tag; an Spitzentagen im Sommer sogar mehr.

„Die geplante Bauzeit von anderthalb Jahren wurde exakt eingehalten und auch der vorgegebene Kostenrahmen“, blickt Sander mit Stolz auf sein letztes Großprojekt zurück. Ende des Jahres geht er in den Ruhestand.

„Qualität geht vor Tempo“, hatte Sander bei Baubeginn als Parole ausgegeben. „Das haben alle Beteiligten hervorragend umgesetzt“, bedankte sich nicht zuletzt bei seinen Mitarbeitern.   Beraten wurde das Verbund Wasserwerk-Witten dabei u.a. vom Fachinstitut Technologiezentrum Wasser.

Rückblick

Die deutsche Trinkwasserverordnung und das technische Regelwerk wurden in den vergangenen Jahren verschärft. Aus diesem Grund und um störenden Chlorgeruch des Wassers auszuschließen, hat das VWW bereits 2013 eine Desinfektionsanlage gebaut, die mit UV-Bestrahlung statt mit Chlor arbeitet. UV-Licht tötet nahezu alle Bakterien und Viren ab und ist sicherer als Chlor. „Die Desinfektion am Ende der Aufbereitung soll nach Inbetriebnahme der neuen Filter-Anlage nur noch der Notnagel sein“, erläuterte Klaus Döhmen, Projektleiter für den Bau der Ultrafiltrationsanlage und ab dem kommenden Jahr neuer VWW-Geschäftsführer.

 

Schritte und Fakten zum Neubau der Ultrafiltration am VWW:

Spatenstich: Juni 2016

Gebäude: ca. 32 x 16 x 9 Meter (L/B/H)

UF-Technik: 208 Module mit je 2.500 Hohlfasern (Strohhalme)

Oberfläche pro Modul: 80 Quadratmeter

Filterfläche insgesamt: 16.640 Quadratmeter

Aufbereitungskapazität: 1.400 Kubikmeter pro Stunde

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