Neues Hallenbad für Witten-Annen
Modernes Energiekonzept für wirtschaftliche Wärme
In Witten-Annen bauen die Stadtwerke ein neues Hallenbad. Es bietet mehr Raum für Schwimmunterricht, Vereinssport und Freizeit. Zugleich setzt es auf eine effiziente Energienutzung. Doch wie gelingt das bei einem Gebäude mit hohem Wärme- und Strombedarf?
Der Keller, das Erdgeschoss und die obere Etage stehen: Wenn Dennis Korte über seine Großbaustelle blickt, liegt ein fertiggestellter Rohbau vor ihm. Der Projektleiter der Stadtwerke weiß: Noch etwa ein Jahr – und dann öffnet hier ein hochmodernes Hallenbad seine Türen. „Wir kommen mit den Arbeiten planmäßig voran“, sagt er zufrieden. Seit November 2025 bauen die Stadtwerke auf dem Platz des abgerissenen Vorgänger-Bades das neue „Reviera“. Mit drei Becken und einem Whirlpool hat es künftig 620 Quadratmeter Wasserfläche – mehr als doppelt so viel wie bisher.
So erhält etwa das Sportbecken sechs statt bisher vier Bahnen. Es bietet damit mehr Möglichkeiten für Schulen, Vereine und sogar für regionale Wettkämpfe. Dazu kommen ein Eltern-Kind-Becken sowie ein 160 Quadratmeter großes Mehrzweckbecken. Bei ihm lässt sich die Wassertiefe zudem mit einem Hubboden anpassen. Damit können unterschiedlichste Gruppen das Bad gleichzeitig nutzen und zugleich verschiedene Kurse stattfinden: Wassergewöhnung, Schwimmunterricht, Vereinssport oder Gesundheitsangebote. Ein zusätzlicher kleiner Hubboden im Mehrzweckbecken sowie im Sportbecken ermöglicht außerdem allen Besuchern, barrierefrei ins Wasser zu gelangen.
Fein abgestimmtes Energiekonzept
Auch bei der Energieversorgung des Bades greifen mehrere Möglichkeiten ineinander. „Unser Ziel ist es, Energie effizient zu nutzen und den CO2-Ausstoß zu verringern“, erklärt Korte. Dafür kommt moderne Technik zum Einsatz, die auf einen möglichst sparsamen Energieeinsatz ausgelegt ist:
- Eine Luft-Wärmepumpe übernimmt die Grundlast der Wärmeversorgung für Beckenwasser und Belüftungssystem. Wenn mehr Wärme benötigt wird, unterstützt ein mit Biomethan betriebenes Blockheizkraftwerk. Es erzeugt zugleich Wärme und Strom.
- Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit einer Leistung von 150 Kilowattpeak erzeugt Strom, der unter anderem für Wärmepumpe, Lüftungsanlage und zwei E-Ladesäulen für Badbesucher genutzt wird.
- Das Belüftungssystem des Bades leitet Frischluft durch eine intelligente Luft-Abwärts-Führung gezielt nach unten und saugt sie dort wieder ab. So verdunstet weniger Wasser und der Energiebedarf des Gebäudes sinkt.
Nicht nur im Hallenbad, sondern bei allen Gebäuden mit hohem Wärme-, Strom- und Lüftungsbedarf müssen die einzelnen Systeme besonders gut zusammenarbeiten. „Welche Kombination aus Wärmeerzeugung, Eigenstromversorgung und Gebäudetechnik die richtige ist, hängt vom jeweiligen Bedarf ab“, so Korte. „Wer sein Gebäude energieeffizient versorgen möchte, kann sich gerne von uns beraten lassen.“
Für ihn ist das Hallenbadprojekt auch persönlich etwas Besonderes. Korte ist in Annen aufgewachsen und wohnte nur wenige Meter vom alten Bad entfernt. Dort lernte er schwimmen und machte sein Seepferdchen-Abzeichen. „Es freut mich zu sehen, wie hier ein modernes Bad entsteht und gemeinsam mit dem Bildungsquartier und dem Park der Generationen den Standort stärkt und aufwertet“, sagt er.
Gut koordiniertes Großprojekt
Damit auf der Baustelle alles reibungslos läuft, arbeiten die 45 eingesetzten Fachfirmen eng zusammen. Mehrmals wöchentlich stimmen zusätzlich rund 30 Vertreter von der Auftraggeber- und Fachplanerseite ihre zahlreichen Aufgaben ab – von Terminen und Kosten bis zu den technischen Details. Zudem tauschen sich die Stadtwerke regelmäßig mit der Stadt Witten und ihren Fachabteilungen aus. Externe Projektsteuerer und weitere Fachleute sind ebenfalls ins Projekt eingebunden. Dennis Korte hält alle Fäden zusammen und sorgt dafür, dass die Arbeiten ineinandergreifen.
Bis zur Eröffnung gibt es für ihn und alle anderen noch viel zu tun. Ende 2027 soll das neue Hallenbad seine Türen öffnen. Dann heißt es in Witten wieder: Badezeug einpacken, Tasche schnappen – und rein ins Wasser!
Fazit:
- Die Stadtwerke bauen in Witten-Annen ein neues Hallenbad mit drei Becken und 620 Quadratmetern Wasserfläche. Die Eröffnung ist für Ende 2027 geplant.
- Badegäste erhalten im neuen Bad mehr Möglichkeiten - auch für Kurse, Gesundheitssport und regionale Wettkämpfe. Zugleich stärkt es den Standort beim Bildungsquartier.
- Für eine effiziente Energieversorgung sorgen Luft-Wärmepumpe, Biomethan-BHKW, Photovoltaikanlage und moderne Gebäudetechnik.
- Damit die Arbeiten reibungslos vorangehen, arbeiten 45 Fachfirmen und rund 30 Vertreter von Auftraggeber- und Fachplanerseite eng abgestimmt zusammen.
Sie möchten noch mehr über das neue Hallenbad wissen? Dann werfen Sie einen Blick in unsere 3D-Animation oder auf die Baufortschritte.
Ansicht der Rückseite des geplanten Neubaus Hallenbad Witten-AnnenCopyrightangabe:
Perspektive Rückseite: KRIEGER Architekten | Ingenieure GmbH
Frontfassade: KRIEGER Architekten | Ingenieure GmbH/SCN Architekturdesign



