Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern
Jetzt Förderung für Wohnungseigentümer nutzen!
Elektromobilität zu Hause: Mit einem neuen Förderprogramm unterstützt der Bund den Aufbau privater Ladeinfrastruktur an und in Mehrparteienhäusern. Im Fokus steht dabei nicht die einzelne Wallbox – sondern eine vorausschauende Planung für alle Stellplätze.
Das Laden zu Hause ist die beliebteste Art, Strom zu tanken: 72% der E-Auto-Besitzer laden meistens an der eigenen Wallbox, so das Ergebnis einer Erhebung aus dem Jahr 2024. Die meisten von ihnen dürften ein klassisches Eigenheim bewohnen. Denn bei vielen Mehrparteienhäusern sind Ladelösungen vor der Tür Mangelware. „Der Umstieg auf das E-Auto scheitert oft nicht am Willen, sondern an der Lademöglichkeit zu Hause“, sagt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. „In Deutschland lebt ein Großteil der Menschen in Mehrfamilienhäusern – doch die zugehörigen Stellplätze sind bislang nur unzureichend mit Ladeinfrastruktur versorgt.“
Genau das will das Bundesministerium für Verkehr jetzt mit einem neuen Förderprogramm ändern. Insgesamt bis zu 500 Millionen Euro stellt es für den Aufbau privater Ladelösungen in Mehrfamilienhäusern bereit. Unterstützt werden unter anderem Wohnungseigentümergemeinschaften, Privateigentümer von Mehrparteienhäusern, Eigentümer von Stellplätzen sowie Unternehmen mit Wohnbeständen zur Vermietung. Pro Stellplatz sind zwischen 1.300 und 2.000 Euro Zuschuss drin.
20 Prozent der Stellplätze vorverkabeln
Das Besondere: Fördergelder gibt es nicht nur für die Installation von Ladepunkten, sondern auch für die vorbereitende Verkabelung der Stellplätze. Von der Förderung profitiert nur, wer mindestens 20 Prozent seiner Parkplätze, mindestens aber sechs, vorverkabeln lässt. Für Sören Braun, Gruppenleiter Elektromobilität bei den Stadtwerken Witten, genau das richtige Signal: „Eine einzelne Wallbox zu installieren, war nie die Herausforderung. In der Praxis scheitert es oft an einer vorausschauenden und zukunftsfähigen Planung für alle Stellplätze.“
Die Vorgabe setze nun gezielt Anreize dafür. Der Vorteil: Liegen die Kabel einmal, lassen sich Stellplätze völlig unkompliziert mit Wallboxen versorgen – mehrstufig, je nach Bedarf. „Spätestens mit der neuen Förderung ist für alle Wohnungseigentümer der Zeitpunkt gekommen, sich mit dem Thema Ladeinfrastruktur zu beschäftigen – bevor es verpflichtend wird und unter Zeitdruck passiert“, betont Sören Braun. Schon jetzt gilt laut dem Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG): Werden Wohngebäude neu errichtet oder saniert, sind ab einer bestimmten Anzahl an Stellplätzen Schutzrohe für Elektrokabel Pflicht. So können Ladepunkte rasch nachgerüstet werden. Ab 2027 könnte das GEIG nochmals verschärft werden. Künftig müssen dann womöglich noch mehr Wohngebäude für Ladeinfrastruktur vorbereitet oder sogar damit ausgestattet sein.
Darum lohnt sich die Investition in Ladepunkte
Das Team der Stadtwerke Witten unterstützt Wohnungseigentümer von Planung bis Betrieb. „Gemeinsam analysieren wir Ihren Bedarf und errichten passende Ladelösungen, die sich lohnen“, sagt Sören Braun.
Die Vorteile vorausschauend elektrifizierter Stellplätze auf einen Blick:
Dank der neuen Förderung lohnt sich die Investition jetzt doppelt – und bringt Deutschland einem wichtigen Ziel näher: „Laden dort zu ermöglichen, wo die Menschen und Fahrzeuge tatsächlich sind“, sagt Sören Braun.
Alle Infos zur Förderung:
Das Förderprogramm für den Aufbau von Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern ist Teil des „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“. Anträge sind ab dem 15. April 2026 möglich. Hier geht es zum digitalen Antragsportal:
https://www.laden-im-mehrparteienhaus.de/antragstellung/
Ihr Ansprechpartner:
Sören Braun
Tel.: 02302 9173-600
elektromobilitaet@stadtwerke-witten.de
Fazit:
- Mit einem neuen Förderprogramm unterstützt der Bund den Aufbau privater Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern.
- Pro Stellplatz gibt es zwischen 1.300 und 2.000 Euro Zuschuss – für die Vorverkabelung oder Ladepunkte in Verbindung mit der Vorverkabelung.
- Unterstützt werden Wohnungseigentümer, die mindestens 20 Prozent ihrer Stellplätze vorverkabeln und somit fit für Ladeinfrastruktur machen.
- Die Stadtwerke Witten sind Ihr Ansprechpartner für die Planung, Installation und Betriebsführung der Ladeinfrastruktur.


