Veröffentlicht: 13.04.2026

240 Kilometer vom Sauerland bis ins Ruhrgebiet radeln: Seit der Einweihung 2006 hat sich der Ruhrtalradweg von Winterberg bis Duisburg zu einem der bekanntesten Radfernwege im Land entwickelt. Kein Wunder, denn er führt durch viele reizvolle Landschaften. Im Frühling können Sie hier neben Sonnenstrahlen auch zartes Grün und Blütenduft genießen. Die folgenden Touren greifen deshalb Abschnitte des Ruhrtalradwegs auf, kombinieren sie mit idyllischen Ex-Bahntrassen – und führen Sie mitten hinein in den Frühling. Also: Drahtesel satteln, aufsteigen und losradeln!

Witten

Ruhraue mit Viadukt
Länge: ca. 9 km

Diese kurze Tour lässt sich leicht und entspannt fahren. Schon zu Beginn rollen Sie auf dem Ruhrtalradweg durch das Naturschutzgebiet Ruhrauen, wo weite Wiesen und zahlreiche Vogelarten auf Sie warten. Ein anderes Highlight ist das Elbschetalbahn-Viadukt: Das imposante Relikt der Eisenbahngeschichte spannt sich in fünf Bögen über das Flusstal der Elbsche. Weiter führt die Strecke über gut ausgebaute Wege, die immer wieder schöne Blicke ins Grüne bieten. Letzter Punkt der Tour ist das Industriemuseum Zeche Nachtigall. Wer mag, legt hier einen Stopp ein, um sich über Bergbaugeschichte zu informieren oder sich im Café für die Rückfahrt zu erfrischen. Denn von hier geht es über Bommern zurück zum Ausgangspunkt.

Sebastian Cintio Photography

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Bochum: Kemnader See und Ruhrtal
Länge: ca. 44 km

Die Rundtour startet am Bochumer Hauptbahnhof und führt Sie schon bald auf die Springorumtraße. Auf der ehemaligen Bahntrasse radeln Sie durchs Grüne bis nach Bochum-Dahlhausen. Unterwegs könnten Sie sich bei Haus Weitmar etwas Zeit nehmen, um die Skulpturen im Schlosspark anzuschauen. Zumeist abseits des Verkehrs geht es dann weiter leicht bergab Richtung Ruhrtal. Dort treffen Sie auf einen der landschaftlich schönsten Abschnitte des Ruhrtalradwegs. Direkt an der Ruhr fahren Sie Richtung Hattingen – vorbei an Wiesen, kleinen Bootsanlegern und Ruhrwehr. Durch die Ruhraue geht’s weiter zum Kemnader See, wo Cafés und Biergärten zu einer Pause einladen. Frisch gestärkt geht es dann am Ümminger See vorbei zurück nach Bochum.

OLFF APPOLD, www.olffappold.com, Ruhr Tourismus GmbH

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Herne

Von Fluss zu Fluss
Länge: ca. 74 km

Diese abwechslungsreiche Halbtagestour verbindet Industriekultur mit Naturerlebnissen entlang von Emscher und Ruhr. Vom Rhein-Herne-Kanal fahren Sie zum Blauen Pfad des Emscherwegs. Durch den Gysenbergpark und dem Radweg an der Lothringentrasse rollen Sie im Laufe der Tour Richtung Ruhrgebietsgeschichte und Ruhrtalradweg: Die Zeche Nachtigall erinnert an den Bergbau in der Region, die malerische Burgruine Hardenstein an das Mittelalter. Kommt der Kemnader See in Sicht, haben Sie die Hälfte der Strecke geschafft. Warum also nicht an der Uferpromenade eine Halbzeitpause einlegen? Später geht es dann entlang des Leinpfads zum Ruhrwehr bei Hattingen. Danach radeln Sie unter anderem auf den ehemaligen Bahntrassen Springorum- und Erzbahntrasse sowie auf dem Emscherpark-Radweg nach Herne zurück.

Maximilian Semsch

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