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„Wir in Witten reden miteinander. Für uns zählt die Gemeinschaft. Das Geheimnis dabei ist, dass wir einander zuhören und gemeinsam Lösungen gestalten. Nur wer einander zuhört, kann gut verstehen. Vanessa Bösader, Kundenbetreuerin Wohnungswirtschaft
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Versorgungssicherheit: Was, wenn das Gas knapp wird?

Reicht das Erdgas oder reicht es nicht? Das ist eine der großen Fragen, die deutsche Unternehmen aktuell umtreiben. Eine sichere Antwort darauf hat niemand. Aber es gibt Pläne, einem möglichen Versorgungsengpass klug zu begegnen.

06.06.2022

Foto: Dusan Petkovic/Shutterstock.com

Seit Ende Februar mangelt es nicht an immer neuen Nachrichten, die auf den Energiemärkten für Turbulenzen sorgen: Russland will für seine Gaslieferungen nur noch Zahlungen in Rubel akzeptieren, was die EU-Kommission ablehnt. Die Ukraine stoppt den Transit von russischem Gas durch die umkämpfte Region Luhansk in die EU. Russland verbietet Geschäfte mit 31 Energiefirmen im Ausland. 

Jede Meldung dieser Art löst bei deutschen Unternehmen bange Fragen aus: Wird das Erdgas in Deutschland bald knapp? Werden wir dann zu den Firmen gehören, denen der Gashahn zugedreht wird? Und würden wir einen solchen Gasentzug überstehen? „Alle Unternehmen, mit denen ich derzeit spreche, beschäftigen sich intensiv mit diesem Thema“, sagt Nikolaos Amanatidis, Abteilungsleiter Vertrieb und Beschaffung bei den Stadtwerken Witten. „Und sehr viele rechnen damit, dass demnächst eine Situation eintreten könnte, in der ihnen die Gasversorgung eingeschränkt zur Verfügung steht.“

Sollte Erdgas tatsächlich irgendwann knapp werden, greifen die Regelungen des bundesweiten Notfallplans Gas. Er legt fest, dass sogenannte „geschützte Kunden“ vorranging versorgt werden. Dazu gehören neben Privathaushalten zum Beispiel die Gesundheitsversorgung und Bildungseinrichtungen sowie Fernwärmeanlagen, die solche Kunden versorgen und ihren Brennstoff nicht wechseln können. 

Welche Kunden wären als erstes von der Gasmangellage betroffen? Man müsse „bei der Industrie und bei der Wirtschaft zu Abschaltreihenfolgen kommen“, so das Bundeswirtschaftsministerium. An den Details solcher Reihenfolgen arbeite derzeit die Bundesnetzagentur. Welche Unternehmen am Ende wo in dieser Reihenfolge stehen, hängt von vielen Faktoren ab: ob sie das Gas ausschließlich zum Heizen oder auch für die Produktion benötigen etwa. Ob nach einem zeitweisen Stopp die Produktion ohne größere Probleme wieder hochgefahren werden kann, oder ob die Anlagen durch die Abschaltung Schaden nehmen. Firmen, die besonders relevante Güter herstellen, würden in der Abschaltreihenfolge weiter hinten landen, Unternehmen der Lebensmittelindustrie beispielsweise oder Glashersteller, die Ampullen für Impfstoffe produzieren. 

Ob es jemals zur Umsetzung von Abschaltplänen kommt? „Keiner von uns kann zurzeit wissen, was wird“, so Nikolaos Amanatidis. „Gut ist aber, dass wir mittlerweile in der warmen Jahreszeit angekommen sind. Der Gasbedarf ist in den kommenden Monaten erheblich geringer als während der Heizperiode.“ Natürlich hoffe er trotzdem, dass die Gaseinfuhren wie geplant weiterlaufen: „Schließlich sollen die Gasspeicher zum Winter gut gefüllt sein, um auch dann sicher durch eventuell kritische Phasen zu kommen.“

Zwei Dinge stimmen Amanatidis – bei aller Unsicherheit – verhalten zuversichtlich. Erstens: „Fast alle Kunden, mit denen ich spreche, sagen mir, dass sie eine zeitweise Einstellung und auch eine damit verbundene Produktionsunterbrechung zur Not verkraften könnten.“ Das ist eine gute Nachricht: dass eine solche Situation wohl nicht dazu führen würde, dass die Region zahlreiche Unternehmen für immer verliert.

Zweitens: „Wenn das Gas tatsächlich knapp würde, hätten wir eine gewisse Vorwarnzeit“, weiß Amanatidis. „Beim Strom würde es in einem solchen Fall ganz schnell gehen: Wenn die Frequenz im Netz zu gering ist, gehen innerhalb weniger Minuten Lichter und Maschinen aus. Beim Gas ist das anders: Das Netz dient hier als Puffer. Die Drücke sinken erst nach und nach, und eine gewisse Zeit lang funktioniert noch alles.“ Wertvolle Zeit, um einzelne Verbraucher kontrolliert vom Netz zu nehmen.

Vielleicht wird all dies nie nötig werden. So oder so ist sich Nikolaos Amanatidis aber sicher: „Selbst wenn die Bundesregierung es schafft, die benötigten Gasmengen zügig genug aus anderen Quellen zu beschaffen – das Preisniveau der Vergangenheit werden wir wohl nie wieder sehen.“ Denn so günstig wie das russische Pipelinegas sei keine der aktuell in Frage kommenden Alternativen. Deshalb könne er die Unternehmen nur ermutigen, den bereits eingeschlagenen Weg hin zu mehr Energieeffizienz konsequent weiterzugehen. „Wir wissen, dass bei vielen unserer Kunden noch große Einsparpotenziale schlummern“, so Amanatidis. „Unsere Energieberater spüren sie gerne gemeinsam mit Ihnen auf. Sprechen Sie uns einfach an!“


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