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„Wir in Witten reden miteinander. Für uns zählt die Gemeinschaft. Das Geheimnis dabei ist, dass wir einander zuhören und gemeinsam Lösungen gestalten. Nur wer einander zuhört, kann gut verstehen. Vanessa Bösader, Kundenbetreuerin Wohnungswirtschaft
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Stadtwerke im Flut-Einsatz

Land unter in Witten: Das Jahrhundert-Hochwasser im Juli hat auch Teile Wittens hart getroffen. Mehrere Teams der Stadtwerke waren unermüdlich im Einsatz, um zu helfen – und schafften es, die Wasserversorgung trotz Überschwemmung im Wasserwerk zu sichern.

04.10.2021

Land unter im Ruhrgebiet (Foto: JD Fotografiert/ Shutterstock)

Als Abteilungsleiter Netzbetrieb Stromversorgung kennt Thomas Sturm Einsätze nach Unwettern. Aber das, was mit dem Starkregen am 14. Juli auf Witten niederprasselte, hat auch der Stadtwerke-Profi noch nicht erlebt. Dabei blieb es an jenem Mittwoch zunächst recht ruhig. Seine Mitarbeiter mussten lediglich bei zwei Firmen am Pleßbach den Strom abstellen, weil der stark angestiegene Bach die Betriebsgelände überschwemmte. 

„Doch am nächsten Morgen erhielt ich bereits um vier Uhr den Anruf, dass das Wasser der Ruhr in die Pumpenräume der Hauptsammelbrunnen des Verbund-Wasserwerks läuft“, sagt er. Die elektrischen Einrichtungen waren schon überspült, daher wurden Strom und Pumpen vorsorglich abgeschaltet. Da der Ruhr-Pegel immer weiter anstieg, war auch die Knotenpunktstation auf dem Gelände des Wasserwerks bedroht. Von hier aus werden Teile der Innenstadt und der Stadtteil Bommern mit Strom versorgt. 

„Keiner von uns wusste, ob sich die Lage entspannt oder ob wir diesen Netzknoten der Stromversorgung vorsorglich auch noch würden abschalten müssen“, sagt Sturm. „Die Gefahr bestand, dass große Teile Wittens im Verlauf des Tages schon nicht mehr mit Trinkwasser versorgt werden könnten.“ Doch zunächst einmal galt es, die Versorgung am Morgen sicherzustellen. Wenn die Stadt erwacht, viele Wittener eine Dusche nehmen und außerdem noch die Industrie nach Wasser verlangt, steigt der Wasserbedarf massiv an.

Krisenstab einberufen

Die Lage war kritisch, deshalb trat um 5.30 Uhr der Krisenstab der Stadtwerke zusammen. Mit Hochdruck arbeitete er daran, die Wasserversorgung in Witten zu organisieren. Das gelang mit Hilfe von Trinkwasserspeichern und über die Leitungsnetze benachbarter Städte. Zugleich bereiteten die Stadtwerke die Aufstellung von Trinkwasserbehältern vor und riefen die Wittener zum Wassersparen auf.  

Währenddessen trafen immer mehr Nachrichten von Überschwemmungen ein. Zahlreiche Keller standen unter Wasser. Vor allem Straßenzüge nahe der Ruhr und am Pleßbach waren betroffen. Vom Privathaus über den Kleingarten und das Tierheim bis zum Kanuklub: Überall mussten die Teams der Stadtwerke den Strom abschalten, um elektrische Schläge zu verhindern. Auch mehrere Firmen meldeten Wassereinbrüche und mussten vom Stromnetz getrennt werden. „Einige Trafostationen konnten wir wegen der Überschwemmungen gar nicht mehr erreichen. Wir mussten die Stromzufuhr dann an den benachbarten Stationen unterbrechen“, berichtet Sturm. 

Bis in die Nacht waren seine Teams unterwegs, um den Wittenern zu helfen. Wo es möglich war, sprangen sie auch ein, um Keller auszupumpen. „Unsere Mitarbeiter waren hoch motiviert und sind an ihre Grenzen gegangen“, erklärt Sturm. „Die Versorgung der Wittener hatte für sie oberste Priorität".

Mobile Trinkwasserversorgung

Während die Stromabschaltungen alle in Atem hielten, gab es für das Wasserwerk eine leichte Entwarnung: Der Pegel der Ruhr sank und machte die Hauptsammelbrunnen wieder zugänglich. Da jedoch der Leitungsdruck abgefallen war, konnten am frühen Nachmittag höher gelegene Teile Wittens nicht mehr mit Trinkwasser versorgt werden. Deshalb stellten die Stadtwerke am Helenenberg erste Wasserbehälter auf. Regelmäßig informierten sie online über die aktuelle Lage und dementierten dort auch erfolgreich Falschmeldungen über eine vermeintlich schlechte Trinkwasserqualität, die plötzlich in sozialen Medien die Runde machten.

Lange war an diesem Tag nicht klar, ob und wann das Wasserwerk seinen Betrieb wieder aufnehmen konnte. „Wir wussten nicht, wie die Elektronik der Pumpen die Überschwemmung vertragen hatte, obwohl sie in isolierten Gehäusen verbaut ist“, so Sturm. Doch als mit sinkenden Pegelständen die Pumpen überprüft und wieder eingeschaltet wurden, funktionierten sie reibungslos. Am frühen Abend gab es daher die Entwarnung – Trinkwasser floss aus dem Wasserwerk wieder in die Haushalte.

Unbürokratische Hilfe 

Die Stadtwerke leisteten nicht nur technische Hilfe: Um die von der Flut betroffenen Kundinnen und Kunden zu unterstützen, richteten sie einen Hilfsfonds in Höhe von 20.000 Euro ein. Wer einen Bautrockner einsetzen musste, konnte eine 200 Euro-Gutschrift für die erhöhten Stromkosten beantragen. „Wir wollten unkompliziert helfen. Niemand sollte lange Formulare ausfüllen. Deshalb reichte uns ein Fotonachweis oder die Rechnung für die Miete des Trockners“, erklärt Markus Borgiel, Hauptabteilungsleiter Vertrieb und Beschaffung der Stadtwerke Witten. 

Ein Angebot, das gut ankam – ebenso wie der Hochwasser-Einsatz der Stadtwerke. „Ich glaube, wir haben alles ganz gut gestemmt“, so Borgiels Resümee. „Viele Wittener haben sich für unsere Arbeit bedankt.“

 

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